Deutscher Name: Zitronen- oder Speisequitte ´Tamara`
Botanisch: Chaenomeles x californica ´Tamara`
Familie: Rosengewächse
Höhe: ca. 1,5 – 1,8 m
Blütezeit: April, zählt zu den früh blühenden Zitronenquitten
Blüte: rot, von hohem Zierwert; knapp vor oder mit den Blättern erscheinend, vorwiegend an den Kurztrieben des Altholzes gebildet
erlesene Speisequitte
Spitzengastronomen entdecken das einzigartige zitronige Aroma bereits
Vitamin C-Bombe
Wuchs: wird recht dicht, anfangs sind die Triebe noch straff aufrecht, biegen sich aber unter der zunehmenden Fruchtlast mit den Jahren nach unten. Tragen Dornen wie die allermeisten Zitronenquitten.
Frucht: Leuchtend zitronengelb sind diese erlesenen Speisequitten. Ein feiner, angenehmer Duft entströmt dieser auch optisch sehr schönen Quitte. Die gleichmäßige, hohe Qualität ist eine weitere herausragende Eigenschaft. Bei gutem Standort sind sehr hohe Erträge keine Seltenheit.
Hoher Säure-, Vitmamin C und Zuckergehalt. Hoher Gehalt an Mineralstoff- und Phosphorsäuregehalt. Sehr hohe Ausbeute aus den Früchten. Außerdem reichlich Pektin.
Fruchtgewicht: ca. 30-50 g
WICHTIG: um eine gute Ernte zu ermöglichen, sollten stets mindestens zwei verschiedene Zitronen-Quittensorten in nahem Abstand zueinander gepflanzt werden. So wird auch der Pollen gut übertragen.
Kombinationpartner können die niedrigeren Japanischen (Japonica-Sorten) als auch die höheren Chinesischen Zitronenquitten (Speciosa-Sorten) sein.
Mit Zitronenquitten ist also die Gattung Chaenomeles und NICHT die obstbaumartige Echte Quitte Cydonia (Birn- oder Apfelquitten) gemeint.
Sortenauswahl von Pollenspendern: Cido, Andenken an Carl Ramcke, Nivalis und viele, viele mehr. Nur keine gefüllten Sorten verwenden!
Fruchtreife: ab Mitte August, also früh und deutlich vor ´Cido`. Die Früchte sind kühl gut haltbar.
Beschreibung: ´Tamara` ist eine besonders gesunde, ertragreiche, robuste und schmackhafte Auslese.
Standort: sonnig bis absonnig
Boden: Jeder gute, frische Gartenboden wird toleriert, nicht zu trocken, nährstoffreich, nicht starkkalkhaltig
Eigenschaften: anspruchslos
Herkunft: die Wildform stammt ursprünglich aus Ostchina und Japan. Sorten werden seit etwa 1880 in Europa insbesondere in Osteuropa und dem Baltikum kultiviert. Tamara wurde in der der Ukraine gezüchtet
Als nicht besonders großer Strauch mit hoher Attraktivität und Nutzbarkeit auch für kleine Gärten bestens geeignet.
Terrasse, Kübel: bei größeren Gefäßen empfehlenswert (dabei nicht vergessen, einen zweiten Topf mit einer anderen Sorte als Befruchtugspartner zu ergänzen)
Die Früchte sind bestens auch für den erfrischenden Rohverzehr geeignet. Dazu werden dünne Scheiben heruntergeschnitten. Diese Scheiben können auch vorzüglich getrocknet oder gedörrt werden. Das Aroma ist einzigartig.
Zitronenquitten sind aber vor allem auch ein ganz besonderes Obst zur weiteren Verarbeitung. Dies haben auch die namhaftesten Spitzenköche unseres Landes entdeckt. Ein kurzes Blanchieren vor der Verarbeitung erhöht übrigens die geschmackliche Intensität. Die Früchte können zu Gelee, Marmelade, Obstpastete oder auch Quittenbrot weiterverarbeitet werden. Säfte, Likör, Weine und Süßmoste sind auch möglich. Der hoch aromatische Saft kann zu säurearmen Fruchtarten wie Apfel, Birne und Holunder beigemengt werden.
Ökologisch wertvoll, da die zahlreichen, frühen Blüten stark und gerne von Bienen, Hummeln und anderen Insekten beflogen werden.
Außerdem ein gutes Vogelschutz- und Nistgehölz, besonders für Bodenbrüter, die niedrige und dornige Dickichte benötigen, wie z.B. das Rotkehlchen oder der Zaunkönig.
Drei Top-Bücher zum Thema Wildobst und Wildobst-Verarbeitung:
555 Obstsorten, Siegfried Tatschl
Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten
Besondere Obstarten, Adele und Helmut Pirc
Quellen:
Wikipedia
555 Obstsorten, Siegfried Tatschl
Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten
Besondere Obstarten, Adele und Helmut Pirc
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