Deutscher Name: Golddistel
Synonyme: Wetterdistel
Botanisch: Carlina vulgaris
Familie: Korbblütler
Die Golddistel ist tatsächlich Goldes wert.
Eine Bilderbuch-Distel mit großem Potential in sommertrockenen, warmen Gegenden
Ein Magnet für Insekten sondergleichen
zweijährig, Aussaat zulassen
Höhe: ca. 20 – 60 cm
Blütezeit: Juli, August
Blüte: auf senkrechten, locker verzweigten Stängeln sitzen gerne drei oder mehr einzelne auffällige Blütenstände. Wer die bodennahe Silberdistel kennt, stelle sich deren Blüten auf hohen Stielen vor, oder zumindest so in etwa, denn auch bei der Golddistel sind die äußeren Hüllblätter laubblattartig und dornig gezähnt. Die trockenhäutigen Hüllblätter sind schon während der Blütezeit abgestorben, verbleiben dauerhaft an den Blüten und tragen so zum ganz eigenen Charakter dieser zweijährigen Pflanze bei.
Der leuchtend gelbe Blütenkorb weiß sich also zu wehren gegen´s Gefressenwerden durch unsere großen Pflanzenfresser wie Rind oder Ziege.
Für unsere Insekten jedoch sind ihre Blüten eine wunderbare Oase in der sommerlichen Hitze.
Bei feuchtem Wetter krümmen sich die inneren Hüllblätter nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein entfalten sich diese wieder.
Frucht/Samen: Die Keimung findet bei Temperaturen ab 20 Grad und ausreichend Feuchtigkeit recht zügig statt.
Blatt: stachelig gezähnt, anfangs wollig behaart, später verkahlend
Wuchs: Stängel stehen steif aufrecht, erst im oberen Bereich dann verzweigt
Die Golddistel bleibt aufgrund ihrer festen, austrocknungstoleranten Stängel bis weit in das nächste Jahr hinein aufrecht stehen.
Halbtrockenrasen, kalkreichreich, trocken.
In den hohen Berglagen auch in lichten Schneeheide-Kiefern-Wäldern.
Vollsonnig bis allerhöchstens licht halbschattig. Die Wasserversorgung ist mäßig trocken bis frisch, dann aber unbedingt sommertrocken.
Auch lehmigen Sand- und Schotterböden werden gut angenommen, sofern diese durchlässig und nährstoffarm sind.
Fast gesamtes Europa, gen Norden und in den atlantisch geprägten Tieflandregionen merklich ausdünnend. Nach Osten bis ins westliche Asien reichend.
Deutschland: hauptsächlich in der Mittelgebirgsregionen und im Osten der Norddeutschen Tiefebene
Schweiz und Österreich: von der Tal- bis in Berglagen zerstreut aber stetig verbreitet. In ihren Beständen deutlich zurückgehend und geschützt
sehr vielfältig einsetzbar, einzeln oder in Gruppen, im Sand- oder Kiesgarten; im Beet mit niedrigen Pflanzpartnern kombinieren.
Auf nährstoffreichen Böden bedingt zu empfehlen, denn das zwar gute Wachstum (bei verminderter Standfestigkeit) setzt durch Konkurrenz von kräftigen, benachbarten Stauden, die sie beschatten, ihrer Vitalität rasch zu. Daher definitiv eine Pflanze für den eher mageren, hellen und sommerlich trockenen Standort. Durch Selbstaussaat erhält sich die Art auf offenen, mineralischen (sandig-kiesig) Böden.
bei genügend Abstand Natternkopf, Königskerzen, Eselsdistel. Bei näherer Vergesellschaftung niedrige Pflanzpartner wie Kuhschelle, Mauerpfeffer, Strandgrasnelke, Berglauch, Rotes Seifenkraut, Kiellauch, Gelber Lauch, Gelbes Sonnenröschen, Kartäusernelke, Sandfedernelke
Herausragende Insektenpflanze!
ca. 70 verschiedene Wildbienenarten, knappe 10 davon auf die Gattung spezialisiert, natürlich auch Honigbienen, Hummeln. Weniger eine Schmetterlingspflanze aber
erstaunliche 35 Schwebfliegenarten wurden schon gezählt sowie etliche Käferarten.
Also ein wahrhaft kräftiger Magnet für die Vielfalt in unserer Natur und in unseren Gärten .
Distelsamen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vogelarten wie den Stieglitz.
Wissenswertes: zweijährige Pflanzen müssen sich durch zugelassene Selbstaussaat erhalten, daher die Samenstände nicht entfernen.
Quellen:https://de.wikipedia.org/wiki/GolddistelHinweis zu medizinischen Inhalten und
Wirkungsweisen:
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